Vernetzungstreffen Forstwirtschaft
Rund 30 Teilnehmende tauschten sich im Soonwald praxisnah zu Wasserrückhalt im Wald, Maßnahmen und weiterer Zusammenarbeit aus.
Am 10. November kam die Arbeitsgruppe Forstwirtschaft für ein erstes Vernetzungstreffen im Walderlebniszentrum Soonwald zusammen. Rund 30 Teilnehmende aus der forstlichen Praxis, kommunale Akteur:innen, Behördenmitarbeitende und weitere Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich offen über den Umgang mit Wasserrückhalt im Wald auszutauschen.
Impulsvorträge aus unterschiedlichen Perspektiven
In den Impulsvorträgen wurde schnell sichtbar, wie vielfältig der Umgang mit dem Thema Wasserrückhalt ist:
Die Forstämter Soonwald, Simmern und Bad Sobernheim berichteten über naturnahen Waldumbau, Wiedervernässung, kleine Rückhaltestrukturen, Rigolen und Wasserabschläge. Raiffeisen Forst gab Einblicke aus der Kommunalwald-Perspektive und die Verbindung zu Hochwasserschutz und Trinkwasserversorgung. Aus dem Privatwald berichtete Boscor unter anderem über Strukturanreicherung, Humusaufbau und die Entwicklung klimaangepasster Waldbestände.
Ergänzend stellte die Universität Trier ein Modell vor, das die Wirkung verschiedener Rückhaltemaßnahmen in Fichtenbeständen simuliert, während der Zweckverband Trollmühle die Anforderungen der Trinkwasserversorgung und den Blick der Wasserwirtschaft auf den Wald einbrachte.
Workshop
Im anschließenden Workshop wurde deutlich: Für mehr Wasserrückhalt braucht es bessere Vernetzung, klarere Zuständigkeiten, transparente Kommunikation und einfache Förderwege. Viele Teilnehmende wünschten sich außerdem mehr Austausch über Praxisbeispiele. Das Treffen machte spürbar, wie groß das Interesse ist, gemeinsam weiterzuarbeiten.
Exkursion
Die anschließende Exkursion führte zu Praxisbeispielen im Soonwald. Förster Lorenz Berger zeigte Maßnahmen zum Wasserrückhalt, erklärte die Wirkung und stand für Fragen bereit. Neben Retentionsbecken spielen im Forstamt Soonwald insbesondere Wasserabschläge und Rigolen eine Rolle.