Austausch zu konkreten Maßnahmen
Agroforst-Praxis und Fördermöglichkeiten im Fokus für mehr Wasserrückhalt in der Landwirtschaft
Vom Problem zur Lösung
Am 11. Juni 2025 fand das zweite Vernetzungstreffen der Landwirtschaft in Simmern statt.
Nachdem beim ersten Treffen im März vor allem Herausforderungen im Fokus standen, ging es diesmal gezielt um konkrete Lösungsansätze. Anhand von Praxisbeispielen wurde deutlich, wie sich Erosion und Oberflächenabfluss durch angepasste Bewirtschaftung und gezielte Strukturelemente wirksam reduzieren lassen.
Dabei wurde auch deutlich, dass viele Maßnahmen bereits erprobt sind und sich gut kombinieren lassen – etwa durch Humusaufbau, Begrünung, Agroforstsysteme oder kleine Rückhaltestrukturen wie Mulden und Saumstreifen.
Einblick in die Praxis: Agroforstsysteme
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Agroforstsystemen. Johannes Steinfort von der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle berichtete aus der Praxis und zeigte, wie sich solche Systeme erfolgreich umsetzen lassen.
Je nach Standort können sie zur Ertragssicherung beitragen, den Boden vor Erosion schützen und gleichzeitig den Wasserrückhalt sowie den Biotopverbund stärken. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer klimaangepassten Landwirtschaft.
Fördermöglichkeiten im Überblick
Ergänzend stellte Pascal Paulen vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück aktuelle Fördermöglichkeiten vor. Dabei ging er auf Ökoregelungen sowie Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) ein und erläuterte die Antragstellung für 2025.
Deutlich wurde auch: Dauergrünland bietet gegenüber Ackerflächen oft Vorteile für den Wasserrückhalt, da es ganzjährig begrünt ist und eine stabile Bodenstruktur aufweist.
Gemeinsame nächsten Schritte
Zum Abschluss brachten die Teilnehmenden eigene Ideen ein und verorteten konkrete Maßnahmenvorschläge auf einer Karte. So entstand ein gemeinsamer Überblick über Potenziale in der Region und eine gute Grundlage für die nächsten Schritte.
Ziel ist es, möglichst viele – auch kleinere – Maßnahmen umzusetzen und so den Wasserrückhalt flächendeckend zu stärken.
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