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Agroforst & Vitiforst
Agroforstsysteme kombinieren Gehölze mit landwirtschaftlicher oder weinbaulicher Nutzung. Die Bäume bremsen Wind und Wasserabfluss, verbessern das Mikroklima und fördern langfristig Bodenstruktur und Wasserspeicherfähigkeit.
Handbücher, Leitfäden und Broschüren zur Agroforstwirtschaft
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Auenentwicklung und Gewässerrandstreifen
Auenflächen bieten bei höheren Abflüssen Raum für Wasser und helfen bei guter Gewässeranbindung Abflussspitzen zu dämpfen und Wasser länger in der Landschaft zu halten. Begrünte Gewässerrandstreifen bremsen den Oberflächenabfluss, halten Sedimente und Nährstoffe zurück und stärken die ökologische Qualität der Gewässer.
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Aufforstung
Wald- und Gehölzflächen verbessern den Wasserrückhalt in der Landschaft. Wurzeln, Laubstreu und Bodenstruktur fördern die Versickerung und reduzieren oberflächlichen Abfluss. Gehölzinseln schaffen Lebensräume und erhöhen die Strukturvielfalt in offenen Landschaften.
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Absetzbecken
Sie halten Wasser zurück und fangen mitgeführte Sedimente gezielt ab, bevor das Wasser weitergeleitet oder versickert. So schützen sie nachgelagerte Strukturen vor Verschlammung.
Vgl. „Umgang mit Verrohrungen und alternative Wegdurchlässe (Rigolen)“
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Begrünung im Weinbau
Begrünte Fahrgassen oder Zwischenreihen schützen den Boden vor Erosion und verbessern die Wasseraufnahmefähigkeit. Gleichzeitig stabilisieren sie die Bodenstruktur und fördern das Bodenleben.
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Bodenschonende Bewirtschaftung
Schwere Maschinen oder Bearbeitung bei ungünstigen Bedingungen können Böden verdichten. Eine angepasste Bewirtschaftung schützt die Bodenstruktur und erhält die Versickerungsfähigkeit.
„Boden- und Erosionsschutz in der Landwirtschaft“
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Dauerhafte Bodenbedeckung
Begrünungen, Zwischenfrüchte oder Mulch schützen den Boden vor Verschlämmung und Erosion. Tiefwurzelnde Kulturen schaffen zusätzliche Poren und verbessern die Wasseraufnahme auch in tieferen Schichten.
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Entsiegelung und Rückbau von Bodenverdichtungen
Verdichtete oder versiegelte Flächen verhindern das Eindringen von Wasser. Durch Lockerung, Rückbau oder Entsiegelung kann die natürliche Versickerung wiederhergestellt werden.
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Flutmulden
Flutmulden nehmen bei hohen Abflüssen Wasser auf und leiten es verzögert weiter oder in aufnahmefähige Bereiche. So verhindern sie gebündelten Abfluss und mindern Schäden unterhalb.
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Gewässer- und Grabenrenaturierung
Naturnah gestaltete Gewässer und Gräben halten Wasser besser zurück und geben es verzögert weiter, während sie gleichzeitig Lebensräume aufwerten. Durch die Umgestaltung versiegelter Rinnen oder zusätzliche Versickerungsbereiche wird der Abfluss gebremst und Wasser kann verstärkt im Boden gespeichert.
„Renaturierung von Gewässern und Gewässerrändern“
„Renaturierungsmaßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustandes“
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Geländestrukturierung
Kleine Schwellen, Stauelemente oder Geländemodellierungen unterbrechen natürliche Fließwege. Sie bremsen das Wasser, verteilen es auf mehrere Wege und verlängern die Abflusszeit.
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Grabenverschluss
Die Maßnahme bremst den Abfluss und leitet Wasser seitlich in die Fläche oder in begleitende Abschläge, Rückhalteräume oder Rigolen. So dämpft sie Abflussspitzen und verringert die erosive Wirkung des Wassers.
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Humusaufbau
Humusreiche Böden können Wasser wie ein Schwamm speichern. Durch organische Substanz entstehen stabile Bodenaggregate und Poren, die Wasser aufnehmen und halten. Gleichzeitig verbessert sich die Bodenfruchtbarkeit.
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Kerbtalverbau
In engen Kerbtälern kann sich der Abfluss stark beschleunigen. Kleine Sperren, Stufen oder Rückhalteelemente bremsen und stauen das Wasser und führen es schrittweise weiter.
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Kleinrückhalte
Kleinrückhalte fangen Niederschlagswasser auf und halten es kurzzeitig oberflächennah zurück. Sie bremsen den Abfluss und geben das Wasser verzögert weiter, wodurch Abflussspitzen gedämpft werden.
Steckbrief „Kleinrückhalte an Wegen“
Steckbrief „Dezentrale Kleinrückhalte“ -
Klimaangepasste Waldentwicklung
Ein strukturreicher Mischwald mit standortangepassten Baumarten kann Wasser besser aufnehmen und im Boden speichern. Gleichzeitig erhöht ein stabiler Waldbestand die Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit, Sturm und Schädlingen.
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Konservierende Bodenbearbeitung
Reduzierte oder pfluglose Bearbeitung erhält Bodenstruktur und organische Substanz. So bleibt der Boden stabil, besser durchlässig und weniger anfällig für Erosion.
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Optimierung von Durchlässen
Mehr Durchlässe verteilen Wasser besser in der Fläche. Durchsickerungsbauwerke wie Rigolen bremsen den Abfluss zusätzlich, sodass Wasser langsamer und weniger konzentriert weiterfließt.
„Rigole: Das Landesforsten RLP-Modell“
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Querbewirtschaftung, Konturnutzung
Durch die Bewirtschaftung quer zum Hang fließt Regenwasser langsamer ab und verteilt sich gleichmäßiger über die Fläche, ohne das Gelände dafür dauerhaft zu verändern.
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Querterrassierung
Die Terrassen folgen den Höhenlinien und unterbrechen den Hangabfluss, sodass das Wasser nicht ungehindert hangabwärts strömt. Damit wird Erosion verringert und das Wasser dringt besser in den Boden ein.
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Schutzstreifen und Saumstrukturen
Dauerhaft begrünte Streifen entlang von Feldern oder Wegen unterbrechen Abflusswege und mindern Erosion. Sie fangen Sedimente ab und fördern gleichzeitig die Biodiversität.
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Sickermulden und Kleingewässer
Mulden und Kleingewässer speichern Wasser und geben es verzögert an Boden und Umgebung ab. Sie fördern je nach Standort Versickerung und Verdunstung und schaffen wertvolle Lebensräume.
Steckbrief „Versickerungsmulden“
Steckbrief „Verdungstungsmulden“ -
Swales & Keylines
Flache Mulden und Geländelinien entlang oder leicht abweichend von den Höhenlinien verteilen Wasser gezielt in der Fläche. Regenwasser wird zurückgehalten, versickert vor Ort und verteilt sich gleichmäßiger.
„Keyline Design – Relief-orientierte Landschaftsstrukturierung“
„Keyline: Hangparallele Wasserretention entlang Höhenschichtlinien“
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Temporäre Überflutungsflächen
Temporäre Überflutungsflächen nehmen bei Starkregen gezielt Wasser auf und entlasten unterliegende Bereiche. Das Wasser bleibt kurzfristig in der Fläche und kann anschließend langsam versickern oder schadlos abfließen.
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Umwandlung in Grünland
Dauerhaft begrüntes Grünland schützt den Boden vor Erosion und fördert die Wasseraufnahme. Das dichte Wurzelwerk stabilisiert den Boden und verbessert langfristig seine Speicherfähigkeit.
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Wasserabschläge
Wasserabschläge leiten abfließendes Wasser gezielt aus Wegen, Gräben oder Mulden in angrenzende Flächen, wo es sich verteilt, versickert oder verzögert weiterfließt.
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Wassersensibler Wegebau
Wege können Wasser entweder schnell ableiten oder gezielt in die Fläche lenken. Durch angepasste Bauweise, Querabschläge oder Versickerungsbereiche lässt sich der Abfluss bremsen und besser verteilen.
„Teilentsiegelung und anschließend Einbau wasserdurchlässiger Beläge“
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Wiedervernässung von Feuchtstandorten
Die Wiedervernässung hebt den Wasserstand auf ehemaligen Feuchtflächen an und hält Wasser länger in der Landschaft. Dadurch stabilisieren sich Bodenwasserhaushalt, Vegetation und natürliche Rückhaltefunktionen.