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Blick auf eine agroforstlich genuzte Fläche mit Keyline-System

Praxisbeispiel

Bannmühle Odernheim am Glan

Die Bannmühle in Odernheim ist ein ökologisch wirtschaftender Biolandbetrieb, der mit Agroforstwirtschaft im Keyline-Design, eigener Energieerzeugung, seltenen Nutztierrassen und regionaler Direktvermarktung zeigt, wie nachhaltige Landwirtschaft, Wasserrückhalt und Artenvielfalt erfolgreich zusammenwirken können.

© soonachhaltig.de

Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht wird auf dem Biolandbetrieb Bannmühle praktiziert. Für die Schwammregion besonders interessant ist die seit dem Jahr 1995 betriebene Agroforstwirtschaft mit Keyline-Design. Neben dem Pflanzen von Bäumen und dem Lockern des Bodens ist ein weiteres Element des Keyline-Systems das Ziehen von sogenannten „Schlüssellinien“, einem der Geländekontur angepassten Wasserleitsystem, das Regenwasser, das nicht direkt im Boden versickern kann, langsam von den feuchten zu den trockenen Stellen lenkt. Die Linien werden quer zur Fließrichtung gezogen, sodass sich die Fließgeschwindigkeit verlangsamt und der Boden mehr Zeit hat, das Wasser aufzunehmen. Bei größeren Regenfällen wird das Wasser in einem Regenrückhaltebecken aufgefangen.

Aber nicht nur wegen ihres vorbildlichen Wassermanagements ist die direkt am Glan in Odernheim gelegene historische Großmühle einen Besuch wert. Sie produziert ihren eigenen Strom mit Wasserkraft und Photovoltaik.

Auf den Feldern der Bannmühle werden neben modernen Züchtungen auch teils fast vergessene Obstsorten angebaut. Auf den Streuobstwiesen und übrigen Weiden werden Glanrinder, eine vom Aussterben bedrohte Nutztierrasse der Region, zur Erzeugung hochwertigen Fleisches gehalten. Auf dem Hof wird das Obst zu hochwertigen Säften verarbeitet.

Im Hofladen wird neben den hofeigenen Produkten ein breites Sortiment an Naturkostwaren angeboten. Die Bannmühle ist außerdem ein Demonstrationsbetrieb für Ökologischen Landbau. Neben zwei Ferienwohnungen steht auch ein Tagungshaus für größere Gruppen zur Verfügung.

Zur Bannmühle

„Mir liegen Naturschutz und Landschaftspflege am Herzen. Aus diesem Grund bauen wir Obstsorten auf Streuobstwiesen an und halten Glanrinder, eine regionale, bedrohte Nutztierrasse. Selbstverständlich naturverträglich, ohne Agrarchemikalien und ohne Gentechnik.“

– Hans Pfeffer –

Lage des Praxisbeispiels