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Praxisbeispiel

Bodenverbesserung am Geflügelhof Bauer

Bodenverbesserung stärkt das Bodengefüge und hält Wasser länger in der Fläche.

Der Geflügelhof Bauer in Kappel verbessert gezielt die Bodenstruktur seiner Ackerflächen. Der Betrieb verbindet Ackerbau mit eigener Tierhaltung und Futtererzeugung.

Auf den dort tonigen Böden kann nach Regen schnell Staunässe entstehen. Gleichzeitig wird in trockenen Phasen immer wichtiger, wie gut der Boden Wasser aufnehmen und für die Pflanzen verfügbar halten kann.

An diesem Punkt setzt der Betrieb an: Durch eine Kombination aus Zwischenfruchtanbau, organischer Substanz, Mikroorganismen und angepasster Bodenbearbeitung entsteht ein lockerer, humusreicher Boden.

Umsetzung

Grundlage ist eine gründliche Analyse des Bodens. Neben den Hauptnährstoffen werden auch pH-Wert, Mikronährstoffe und ihr Zusammenspiel betrachtet, um die Maßnahmen gezielt abzustimmen.

Darauf aufbauend kombiniert der Betrieb mehrere Bausteine: Zwischenfrüchte, Kompost, eigenen Hühnermist, Mikroorganismen sowie huminsäurehaltige Pflanzen- und Bodennährstoffe.

Ziel ist es, Rotteprozesse im Boden zu fördern und organisches Material besser in den natürlichen Bodenaufbau einzubinden.

Beitrag zum Wasserrückhalt

Ein gut strukturierter Boden kann Regenwasser besser aufnehmen. Mehr Wasser kann versickern und den Pflanzen länger zur Verfügung stehen, anstatt oberflächlich abzulaufen. Auf den Flächen zeigt sich nach Aussage des Betriebs eine lockerere und feinere Bodenstruktur. Nach Regen entsteht dadurch zudem weniger Staunässe und die Flächen sind früher wieder befahrbar. Auch Probleme mit Verschlämmung, Abschwemmung und Auswaschung treten dort nach Beobachtung des Landwirts kaum auf.

Damit verbessert die Maßnahme nicht nur die Bewirtschaftbarkeit der Flächen. Die Bodenverbesserung trägt auch dazu bei, Erosion zu mindern und Wasser länger in der Landschaft zu halten.

Lage des Praxisbeispiels