Praxisbeispiel
Drei Tümpel am Tiefenbacher Waldmantel
Die Tümpel nehmen Niederschlagswasser auf, verlangsamen den Abfluss und halten das Wasser länger in der Fläche.
Praxisbeispiel
Die Tümpel nehmen Niederschlagswasser auf, verlangsamen den Abfluss und halten das Wasser länger in der Fläche.
Seit 2015 werden im Rhein-Hunsrück-Kreis zahlreiche Wasserflächen neu angelegt und verlandete Kleingewässer durch Entschlammung wiederhergestellt. Einige der älteren, reaktivierten Wasserflächen sind inzwischen deutlich größer als klassische Tümpel.
Die Wasserflächen wurden in erster Linie für den Artenschutz als Lebensräume für Insekten und Amphibien angelegt. Sie spielen aber auch für den Wasserrückhalt eine wichtige Rolle.
Die Tümpel nehmen Niederschlagswasser auf und geben es zeitverzögert wieder ab. Dadurch bleibt das Wasser länger in der Fläche, und der Abfluss wird verlangsamt. Lokale Abflussspitzen können so abgemildert werden.
Gerade in trockeneren Phasen kann die zusätzliche Feuchtigkeit dem Wald zugutekommen. Je nach Untergrund verbessern die Wasserflächen außerdem die Bodenfeuchte, fördern Versickerung und können so zur Grundwasserneubildung beitragen.
Die Standorte werden gemeinsam mit den Forstrevieren ausgewählt. Häufig liegen sie auf Flächen, die zuvor durch Windwurf oder Schädlingsbefall entstanden sind.
Finanziert werden die Maßnahmen als Ersatzgeldmaßnahmen über die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.