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Der quer zum Bach verlaufende Totholzstamm fängt Schwemmgut ab und staut das Wasser bei höheren Abflüssen

Praxisbeispiel

Querbauten im Hahnenbach bei Windesheim

Totholz und große Steine bringen neue Strukturen in den zuvor geradlinigen Hahnenbach. Sie bremsen die Strömung, fördern die natürliche Entwicklung des Gewässers und schaffen vielfältige Lebensräume.

Mehr Struktur für einen geradlinigen Bachlauf

Der Hahnenbach verlief in diesem Abschnitt zuvor weitgehend geradlinig und strukturarm. Das Wasser floss dadurch relativ gleichförmig ab, während unterschiedliche Strömungsbereiche, tiefere Wasserstellen und natürliche Aufweitungen nur begrenzt vorhanden waren.

Was wurde umgesetzt?

Vor der Einmündung in den Guldenbach wurden an mehreren Stellen Bäume quer in den Bach gefällt und als Totholzstrukturen im Gewässer belassen. Die Stämme fangen Äste, Laub und weiteres Schwemmgut ab. Bei höheren Abflüssen wird das Wasser dadurch örtlich aufgestaut und die Strömung gebremst. Große Störsteine schaffen zusätzliche Unregelmäßigkeiten im Gewässerbett. Sie lenken die Strömung um und fördern die Entstehung unterschiedlicher Fließbereiche.

Dadurch beginnt der Bach, sein Bett wieder stärker selbst zu gestalten. An einzelnen Stellen entstehen Aufweitungen, Ablagerungsbereiche und tiefer ausgespülte Kolke.

Wirkung für Gewässer und Natur

Durch die unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten entwickelt sich ein vielfältigeres Gewässerbett. Kolke bieten auch bei niedrigen Wasserständen tiefere und kühlere Rückzugsräume für Wasserlebewesen. Ruhigere Bereiche wechseln sich mit schneller durchströmten Abschnitten ab.

Totholz, Steine und die entstehenden Bachaufweitungen erhöhen damit die Strukturvielfalt und fördern eine natürlichere Dynamik des Hahnenbachs. Zugleich wird der Abfluss örtlich gebremst und Wasser länger im Gewässerabschnitt gehalten.

Lage des Praxisbeispiels