Praxisbeispiel
Querterrassierung Wallhausen (Johannisberg)
Querterrassen bremsen den Wasserabfluss, reduzieren Erosion und halten Wasser länger in der Fläche. So stärken sie den Wasserrückhalt in der Landschaft und machen Steillagen besser nutzbar.
Praxisbeispiel
Querterrassen bremsen den Wasserabfluss, reduzieren Erosion und halten Wasser länger in der Fläche. So stärken sie den Wasserrückhalt in der Landschaft und machen Steillagen besser nutzbar.
Am wallhäuser Johannisberg fielen vermehrt Weinberge in Steillage aus der Nutzung und lagen brach. Die Flächen waren schwer zugänglich und mit Maschinen kaum zu bewirtschaften. Gleichzeitig floss Regenwasser schnell hangabwärts und nahm Boden mit ins Tal.
Im Jahr 2010 wurden die Flächen daher in einem Bodenordnungsverfahren neu strukturiert und besser an die Anforderungen von Bewirtschaftung und Wasserhaushalt angepasst.
Ein zentraler Baustein war die Anlage von Querterrassen. Regenwasser fließt nun nicht mehr ungehindert talwärts, sondern wird auf den Terrassen gehalten, wo es versickert oder langsamer weiterfließt. Dadurch bleibt mehr Wasser in der Fläche, gleichzeitig schwemmt weniger Boden ab.
Die Terrassen erleichtern den Einsatz von Maschinen in den steilen Lagen und machen die Flächen damit wieder besser nutzbar. Dafür wurden sie neu zugeschnitten, zusammengelegt und besser erschlossen. Insgesamt konnten so rund 19 Hektar Weinbergsfläche neu geordnet und teilweise als Querterrassen angelegt werden.
Neben der landwirtschaftlichen Nutzung wurden auch Naturschutz und Landschaftspflege mitgedacht. So konnten Trockenmauern und wertvolle Biotope gesichert und freigestellt werden, während Schafe und Ziegen ausgewählte Flächen offen halten und zur Pflege der Kulturlandschaft beitragen.