Praxisbeispiel
Schutzstreifen im Acker
Schutzstreifen bremsen den Abfluss, halten Boden zurück und mindern so die Auswirkungen von Starkregen.
Praxisbeispiel
Schutzstreifen bremsen den Abfluss, halten Boden zurück und mindern so die Auswirkungen von Starkregen.
Auf den Ackerflächen des Weidelbacherhofs bei Mannweiler-Cölln wurden gezielt Schutzstreifen an kritischen Abflussbahnen angelegt. Sie bremsen den Oberflächenabfluss, halten Bodenmaterial zurück und verhindern so Erosion. Gleichzeitig fangen sie Schwemmgut ab und reduzieren Einträge von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln in Gewässer und angrenzende Flächen.
Auslöser waren Starkregenereignisse, bei denen Wasser und Bodenmaterial hangabwärts über Vorfluter bis in das Siedlungsgebiet transportiert wurden und dort Schäden verursachten.
Die Umsetzung erfolgte über Saumstreifen entlang von Feldrändern sowie durch die Gliederung großer Schläge mit querliegenden Schutzstreifen. Je nach Standort kommen Grasstreifen oder mehrjährige bzw. einjährige Kulturen wie Miscanthus oder Sudangras zum Einsatz
Solche Strukturen lassen sich gezielt mithilfe von Boden-, Erosions- und Sturzflutgefahrenkarten planen. Richtig platziert tragen sie wirksam dazu bei, den Abfluss zu verzögern und die Auswirkungen von Starkregen zu verringern.