Erosionsschutz in Meckenbach
Freiwillige bauen Holzkästen, um das Dorf vor Geröll und Schlamm zu schützen
Der Wald oberhalb von Meckenbach ist ein wichtiger natürlicher Wasserspeicher – und zugleich ein Ökosystem im Wandel. Starkregen, Dürre und Erosion setzen dem Steilhang immer stärker zu. Die Folgen sind auch im Ort spürbar: Noch 2023 wurden nach einem Starkregen rund 60 Tonnen Geröll und Schlamm nach Meckenbach gespült.
Deshalb packen jetzt über 50 Freiwillige des Bergwaldprojekts in enger Zusammenarbeit mit Landesforsten Rheinland-Pfalz und weiteren Partnern an. Angestoßen wurde die Umsetzung durch das Projekt Schwammregion Soonwald-Nahe, das über bestehende Kontakte die entscheidenden Akteure zusammengebracht hat.
In Meckenbach entstehen mit traditionellen Holzkästen Maßnahmen zur Hangstabilisierung, der Wasserabfluss wird verlangsamt und durch einen Zaun zum Schutz vor einem Muffelschafrudel kann sich der Wald auf natürliche Weise wieder entwickeln.
Beim Holzkastenbau werden in Erosionsrinnen hangparallele Stangen und in den Berg hineingebaute Balken miteinander verbunden. Die so entstandenen Holzkästen bremsen die Kraft und die Erosionswirkung des Wassers. Verbunden werden Stangen und Balken meist mit Stahlnägeln.
So wird nicht nur der Hang gesichert – es entsteht ein widerstandsfähiger Wald, der Wasser speichert , Erosion reduziert und langfristig zum Schutz der Gemeinde beiträgt.
Ein herzliches Dankeschön an Entega für die großzügige Unterstützung der beiden Projektwochen!
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