Wasserrückhalt im Wald
Schwammregion beim Waldtag des Forstamts Simmern
Am 8. August 2026 lud das Forstamt Simmern zum Waldtag in den Argenthaler Wald ein. An insgesamt acht Stationen informierten sich Gemeinde- und Stadträte sowie ihre Familien über verschiedene Themen rund um Wald, Naturschutz und Klimaanpassung.
Die Themen reichten von Waldbrandprävention und ökologischer Wiederbewaldung bis hin zu Biotop- und Artenschutz. Eine Station widmete sich dem Wasserrückhalt im Wald. Hier war die Schwammregion Soonwald-Nahe gemeinsam mit der Klimaanpassungsmanagerin des Rhein-Hunsrück-Kreises, der Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen und dem Naturpark Soonwald-Nahe vertreten.
Wie können wir mehr Wasser im Wald halten – und warum ist das angesichts zunehmender Trockenperioden und Starkregen so wichtig?
Viele Wälder wurden in der Vergangenheit gezielt entwässert. Noch heute sorgen Gräben, Wege und andere Strukturen dafür, dass Wasser schnell aus der Fläche abfließt. Genau hier setzen Maßnahmen zum Wasserrückhalt an: Sie bremsen den Abfluss und bringen das Wasser wieder stärker in die Fläche. Dort kann es versickern und länger im Waldboden gespeichert werden.
In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene Wasserrückhaltemaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel Retentionsmulden und Absetzbecken, Wasserabschläge, die Wasser aus Wegseitengräben wieder in den Waldbestand leiten, sowie Durchsickerungsbauwerke, sogenannte Rigolen. Sie sorgen dafür, dass Wasser nicht einfach entlang der Wege abfließt, sondern gebremst auf die andere Wegeseite gelangt, wo es versickern kann.
Der Waldtag bot eine gute Gelegenheit, solche Ansätze direkt vor Ort zu zeigen. Gleichzeitig konnten Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen für weitere Maßnahmen in der Region diskutiert werden.
Vielen Dank an das Forstamt Simmern für die Einladung und an alle Beteiligten für den interessanten Austausch!