Trockenheit
Wenn Niederschläge ausbleiben und Wasser die Landschaft schnell verlässt, geraten Böden, Vegetation und Gewässer unter Druck.
Wenn Niederschläge ausbleiben und Wasser die Landschaft schnell verlässt, geraten Böden, Vegetation und Gewässer unter Druck.
Im Zuge des Klimawandels treten längere niederschlagsarme Phasen häufiger auf. Die Herausforderungen durch Trockenheit nehmen zu. Bleibt Regen über längere Zeit aus, trocknen Böden aus, Pflanzen geraten unter Stress und Gewässer führen weniger Wasser.
Wie stark sich Trockenheit auswirkt, hängt jedoch nicht allein vom Niederschlag ab. Auch Boden, Vegetation und Landnutzung beeinflussen, wie viel Wasser gespeichert wird und wie lange es der Landschaft zur Verfügung steht.
Hält eine Trockenphase länger an und fallen die Niederschläge über einen längeren Zeitraum deutlich unterdurchschnittlich aus, während gleichzeitig viel Wasser verdunstet, spricht man von einer Dürre.
Trockenperioden sind Teil natürlicher Klimaschwankungen. Durch den Klimawandel verändern sich jedoch ihre Häufigkeit und Intensität. Der Klimawandel verändert die Wasserbilanz der Landschaft.
Mehrere Faktoren beeinflussen, wie stark sich Trockenheit auswirkt:
Steigende Temperaturen erhöhen die Verdunstung. Dadurch steht der Landschaft insgesamt weniger Wasser zur Verfügung.
Gleichzeitig verändert sich die Verteilung der Niederschläge: Starkregen nimmt zu, während längere Trockenphasen häufiger auftreten.
Wird Niederschlagswasser schnell über Gräben, Drainagen oder Wege abgeleitet, bleibt weniger Wasser im Boden gespeichert.
Das Wasser fehlt später in Trockenperioden.
Verdichtete oder humusarme Böden können Wasser schlechter aufnehmen und speichern.
Bei Starkregen fließt Wasser schneller ab und Böden erodieren – die Speicherfähigkeit sinkt weiter und Trockenphasen wirken sich stärker aus.
Folgen von Trockenheit
Böden trocknen aus, Pflanzen geraten unter Stress und Erträge können zurückgehen. Auch Wälder reagieren sensibel – etwa durch geschwächte Bäume und eine geringere Widerstandskraft gegenüber weiteren Belastungen.
Gewässer sind in niederschlagsarmen Zeiten besonders anfällig. Sinkende Wasserstände beeinträchtigen ökologische Funktionen und auch die Grundwasserneubildung geht zurück. Das kann langfristig die Verfügbarkeit von Trinkwasser beeinflussen.
Trockenheit betrifft damit nicht nur einzelne Nutzungen, sondern zentrale Bereiche der Daseinsvorsorge. Wenn Wasser knapp wird, können Nutzungskonflikte entstehen.
Trockenheit hängt nicht allein von der Regenmenge ab.
Entscheidend ist auch, wie Wasser in der Landschaft gespeichert wird.
Wenn Niederschläge schnell oberflächlich abfließen, steht dieses Wasser später weder den Böden noch dem Grundwasser zur Verfügung. Eine Landschaft, die Wasser aufnehmen, speichern und verzögert wieder abgeben kann, reagiert deutlich robuster auf Trockenphasen.
Viele kleine Maßnahmen über das gesamte Einzugsgebiet hinweg können dazu beitragen, die Auswirkungen von Trockenheit zu mildern.
Welche Ansätze können helfen, Wasser länger in der Landschaft zu halten?
Wo reagieren Böden besonders sensibel auf Trockenphasen?
Wo bestehen Potenziale für besseren Wasserrückhalt?
Wie lässt sich Wasserrückhalt konkret in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau umsetzen?
Fragen, Erfahrungen oder Beobachtungen aus der Praxis sind für die Schwammregion besonders wertvoll.
Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme.